Forschung und Entwicklung von Diabetes

Lichtblick für Diabetiker

 

 

 

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Worauf viele Diabetespatienten seit Jahren gewartet haben, rückt nun in greifbare Nähe: Ein neues System zur unblutigen kontinuierlichen Diabeteskontrolle.Denn nach weltweiten Anstrengungen, invasive und nichtinvasive Messverfahren zu entwickeln, ist es dem Forscherteam um Prof. Dr. Meinhard Knoll im Institut für Chemo- und Biosensorik (ICB) in Münster nun gelungen, die erste, realisierbare Lösung zu unterbreiten. Dieses sogenannte "Monitoringsystem" (in Miniformat für den tragbaren Einsatz) ermöglicht die unblutige Messung in subkutaner Gewebeflüssigkeit und nichtinvasiver Probenahmen. Ein Novum für Diabetiker, denn noch immer bestimmen Einmalsensoren zur Blutzuckerbestimmung ihren Alltag. Bis zu sechs mal täglich müssen sie Blut aus der Fingerkuppe entnehmen und danach mit einem Messstreifen-Gerät den Zuckergehalt bestimmen. Diese schmerzhafte Prozedur wird von der Mehrzahl der Betroffenen nicht oft genug oder nicht sachgemäss durchgeführt. Die entsprechenden Folgeschäden dauerhaft falsch eingestellter Glucosespiegel belasten den Organismus erheblich und führen zu Folgeerkrankungen. Der Reiz des neuen Systems liegt in einer Kombination aus miniaturisiertem Messgerät und unblutiger, einfacher Probenahme von Gewebsflüssigkeit. Un-kompliziert und technisch einfach in der Handhabung kann un-blutig über einen längeren Zeitraum zuverlässig der Glucosespiegel bestimmt werden. Die Probenahme erfolgt über ein (modifiziertes) Pflaster, das eine kontinuierliche Ansaugung von Gewebsflüssigkeit bewirkt. Dieses nichtinvasive Prinzip erzeugt auf der Hautoberfläche eine sehr kleine Blase, die sich mit Gewebsflüssigkeit füllt. Diese Flüssigkeit wird vom Pflaster aufgenommen und mittels eines integrierten Glucosesensors kann der jeweiligen Stand des Blutzuckers sofort bestimmt werden. Die Öffnung der Hautblase erfolgt für den Patienten völlig schmerzfrei, die Probenameeinheit ermöglicht eine extrem kurze Ansprechzeit und das Ergebnis ist innerhalb von Sekunden ermittelt. Die Messwerte werden kontinuierlich abgespeichert und können bei Bedarf auf einem Display abgerufen werden. Das Messgerät beinhaltet eine dezente Einheit zur Erzeugung der Saugwirkung und der Probeentnahme, sowie mikroelektronische Elemente zur Flusskontrolle, Systemsteuerung, Datenaufnahme, Datenspeicherung und -aufarbeitung. Die Zeit scheint reif für dieses neue System, das Millionen von Menschen eine immense Erleichterung im Umgang mit ihrer Krankheit bietet. Denn kaum ein Diabetiker, der einmal den schmerzfreien und un-komplizierten Einsatz dieses Gerätes erprobt hat, wird zur konventionellen, blutigen Methode zurückkehren. Zwischenzeitlich wurde das Verfahren patentiert. Die Weiterentwicklung des Systems zum marktfähigen Produkt erfolgt im Rahmen eines Joint Ventures zwischen dem ICB und der Rösch AG Medizintechnik. Denn gemeinsam mit dem nadelfreien Injex-System zum Verabreichen von Insulin, welches die Rösch AG bereits erfolgreich auf den Markt brachte, stellt die Kombination beider Geräte eine ideale Lösung in der Behandlung von Diabetes dar. In spätestens drei Jahren soll die Markteinführung gelungen sein - Diabetiker dürfen hoffen.

Rösch AG Medizintechnik

Buckower Damm 114

12349 Berlin

Tel.: 0 30 / 667 915 - 34

Fax: 0 30 / 667 915 - 939


 

 

 


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